Ab 2017: Preis des Akademievereins zum Diplom

Mit dem Wintersemester 2016/17 wird erstmals der „Preis des Akademievereins zum Diplom“ verliehen. Mit ihm zeichnet der Akademie eine herausragend Abschlussarbeit aus. Er ist mit € 3.000 dotiert.

2021.2
Minjae Lee (Klasse Prof. Florian Pumhösl) / www.flachware.de/minjae-lee/

Nach der Angst ist vor der Angst #3, 2021
Rauminstallation und Performance

„Der Atem ist in Zeiten der Corona-Pandemie unrein/unheilvoll geworden. Was für eine Frage ergibt sich aus der Arbeit mit dem Medium des Atems?

In dieser Krise, die seit über einem Jahr andauert, leiden wir unter denselben Ängsten. Wir haben Angst davor, uns gleichzeitig mit vielen Menschen zu treffen und bauen so eine unsichtbare Mauer zwischen uns, um den Kontakt miteinander zu vermeiden. Unsere Beziehungen zueinander haben sich inzwischen nach und nach geändert. Der Alltag mit der Maske für uns ist z.B. kein fremder Anblick mehr. Die Tatsache, dass man sich daran gewöhnt, zeigt uns, das etwas auch nach der Krise bleiben wird. Obwohl sich unser Alltag irgendwann wieder normalisieren wird, wird das Erlebnis in einer allgemeinen Erinnerung bleiben. Ich frage mich selbst: was gibt es dann ‚Nach der Angst’?

Während der Diplomausstellung soll das Publikum eine Maske tragen. Diese Maskenpflicht wird auch für mich als Künstler keine Ausnahme bleiben. Trotzdem zeige ich in der Ausstellung eine Einzel- und Doppel-Performance, die sich jeweils ohne Maske abspielen werden: Im Klassenzimmer wurde eine Wand mit Durchgang gebaut, die den Raum in zwei Hälften teilt. Somit gibt es eine Möglichkeit, von einer Raumhälfte in die andere zu kommen. In dem breiten Durchgang gibt es zwei gegenüber stehende Glastüren. Hinter dem Glas befinden sich jeweils zwei Räume in der Wand, in denen jeweils ein Performer steht und auf das Glas atmet/haucht. Wenn der Performer an die Glasscheiben haucht, erscheint ein versteckter Text, der kurz darauf wieder verschwindet. Das Publikum und der Künstler halten den Abstand zwischen der durchsichtigen Tür ein und beobachten sich gegenseitig – Audience mit Maske und Performer ohne Maske.

Ich werde verschiedene Situationen inszenieren und dadurch versuchen, die Ängste auszudrücken, die in dieser Zeit zwischen uns bestehen.“
Text von Minjae Lee

Fotos: (c) Yegyu Shin

2021.1
Junpei Uchida (Klasse Prof. Anke Doberauer) / www.junpeiuchida.com.

„Sehnsuchtsbilder haben eine lange Geschichte. Die Diplomarbeit von Junpei Uchida reflektiert diese romantische Tradition, aber zugleich auch unsere gegenwärtige Situation. Aufgrund des Lockdowns im Frühjahr 2020 war die Freiheit zum Ausgehen eingeschränkt, viele Menschen blieben zu Hause und benutzten die unterschiedlichsten Lieferservices. Nach der Erfahrung dieser Krise stellte der Künstler sich eine Zukunft vor, in welcher der Mensch nicht ausgehen kann und sogar “Landschaften” geliefert würden, und erfand eine fiktive Firma.

Die Landschaften wurden allerdings nicht von Junpei Uchida selbst gemalt, sondern er bediente sich bei Sammlungen der Arbeiten alter Meister im Internet. Deren Landschaftshintergründe wurden durch das Ausradieren der alten Vordergründe zum eigentlichen Sujet. So wurden Werke geschaffen, die uns wiederum mit der Geschichte der Malerei konfrontieren.“ (Junpei Uchida“

2020
Laura Leppert (Klasse Prof. Olaf Nicolai) / www.lauraleppert.de.

 

„Forecast deals with the obsession with a project that is constantly changing. It was filmed in temporary urban spaces emblematic of a nomadization of urban daily life – a self storage, a nap cab, a specially contructed oneroom-flat and the backseats of cabs and cars. The interiors are temporary and makeshift-like, and are saturated with multiple synthetic voices that implicate the presence of technologic or semi-human bodies, which never appear on screen.
A young entrepreneur tries to get his hallucinated start-up moving. Under scrutiny by disembodied synthetic voices, he is making deals on his dummy-like phone. Dialogues turn into monologues – he keeps clinging to moving deadlines for lack of a better idea, and it remains unclear if his business is really picking up speed.
The hysterical language of dealmaking, a frankensteinian version of neoliberal tech lingo point to the absolute opportunism of the climate he
produces, and in which every thought seems to be build on swamp land.
With the project and the surroundings collapsing, and facing private like
ecological failure, this narrow script of success must be left behind.“ (Laura Leppert

2019 (Jul)
Paul Valentin Pfitzner (Klasse Prof. Alexandra Bircken) / www.paulvalentin.de

Hisashi Yamamoto (Klasse Prof. Olaf Metzel) /

2019 (Feb)
Mehmet & Kazim (Klasse Prof. Markus Oehlen) / www.mehmetandkazim.com

2018
Michael Schmidt (Klasse ehem. Prof. Gregor Schneider) / www.hennicker-schmidt.com
Max Weisthoff (Klasse Prof. Olaf Metzel) / www.machtspiele.org

2017
Ivo Rick (Klasse Prof. Olaf Metzel) / www.ivorick.com
Ansicht der Installation „soft loop“ zur Diplomausstellung