
AUSSTELLUNG – PAVILLON ISMANING
Jedes Jahr sind Studierende der Akademie eingeladen, sich für eine Ausstellung in der Galerie im Schlosspavillon Ismaning zu bewerben. Bewerber*innen sollen ein Ausstellungskonzept entwickeln, das auf den Pavillon und dessen Architektur / Geschichte / Lage Bezug nimmt. Während der Laufzeit der Ausstellung soll es begleitende Angebote wie Künstler*innengespräche, Führungen oder Performances geben.
Der „Siegerentwurf“ wird mit 3.000 EUR durch den Akademieverein gefördert. Die Summe dient der Produktion und Umsetzung der Ausstellung sowie des Begleitprogramms.
Folgende Kosten sollen mit der Förderung gedeckt werden:
– Produktion von Werken
– Transporte
– Druck von Einladungskarte und Plakat (gegebenenfalls auch Begleitheft)
– Fremdhonorare (Fotograf*in, Autor*in o.ä.)
– Künstler*innenhonorare (max. 200 EUR pro Teilnehmer*in).
– Aufsichtspersonal während der Laufzeit
– Versand der Einladungskarte,
– grafische Gestaltung von Einladung und Plakat
– und leistet weitere Kommunikation über die verschiedenen Kanäle (Website, Presse usw.).
Pavillon und Park
Beatus ille, qui procul negotiis – Glücklich jener, der fern von den Geschäften. Dieser Spruch von Horaz ziert den kleinen Pavillon im Schlosspark. Er ist Teil der Ismaninger Schlossanlage, die über mehrere Jahrhunderte zum Bistum Freising gehörte.
Besonders prachtvoll entfaltete sich das höfische Leben unter dem Fürstbischof Johann Theodor. Dieser ließ den Hofgarten erweitern und schmückte den Park mit weiteren Gebäuden, von denen heute noch der nach Plänen von François Cuvilliés um 1735 errichtete Pavillon erhalten ist. Der Pavillon wurde Anfang des 19. Jahrhunderts klassizistisch umgestaltet. Ursprünglich diente der Bau als Teehaus, in späteren Plänen wird er als Billard-Pavillon bezeichnet.
Der Schlosspark selbst wurde 1807 von einem vormals barocken Park vom Gartenarchitekten Friedrich Ludwig von Sckell in einen Englischen Garten umgestaltet. Er stellt als kleine private Anlage des bayerischen Hochadels eine interessante Variante der Sckell‘schen Gartenkunst dar. 1816 übernahmen der Stiefsohn Napoleons, Eugène de Beauharnais, und seine Gemahlin Auguste Amalie, Tochter des Bayerischen Königs Max I. Joseph, als Herzog und Herzogin von Leuchtenberg das Schloss als Sommerresidenz.
Bisherige Ausstellungen

2024
Süße Zitronen
Künstler*innen: Marjan Baniasadi, Roman Toulany, Leon Boden, Yaser Bashir; architektonisches Konzept: Sam Hosseini
Für die Ausstellung „Süße Zitronen – Die Kunstakademie zu Gast im Schlosspavillon“ verwandeln fünf Studierende der Akademie der Bildenden Künste München den historischen Raum in eine utopisch-idyllische Szenerie einer sommerlichen Gartenlandschaft. Inspiriert von persischen Gärten inszenieren Marjan Baniasadi, Roman Toulany, Leon Boden und Yaser Bashir mit Unterstützung des Architekturstudenten Sam Hosseini einen atmosphärisch dichten Begegnungsort, der in seiner stilisierten Form zugleich Fragen nach Diversität, Gesellschaft, Hoffnung und Erwartung aufwirft. Im Vordergrund steht dabei das gemeinschaftliche Arbeiten, das einem personenbezogenen und wettbewerbsorientierten Kunstmarkt entgegensteht. Nur vereinzelt sind daher die individuellen Handschriften der einzelnen Künstler:innen sichtbar.

2023
Glitch und Reproduktion – Klasse Tröger
Künstler*innen: Kilian Bergmann, Miriam Ensslen, Nicklas Hoffmann, Charlotte Jaensch, Joscha Lange, Antonia Lippert, Benjamin Matthias, Emma Pausch, Ilka Sander, Valerija Saplev, Angela Sauermann, Lucia Schwab
Zum dritten Mal sind Studierende der Akademie der bildenden Künste München in der Galerie im Schlosspavillon zu Gast. 12 Studierende aus der Klasse von Prof. Sebastian Tröger lassen den Pavillon zu einer großen Klanginstallation werden, die es ermöglicht, den Raum neu zu erfahren.

2022
Herbstball
Mit Arbeiten von: Diana Galli, Anna Hölzl, Anna Lena Keller, Lara Koch, Regina Rupp und Kay Yoon.
Ein festlicher Ball war nicht nur in früheren Zeiten eine große Attraktion, sondern auch heute noch verbinden wir mit ihm eine feierliche Atmosphäre, denken an üppigen Schmuck, prächtige Kostüme und barocke Räume. Die mittlerweile klassizistischen Räumlichkeiten des Ismaninger Pavillons, der früher als Teehaus und in späteren Zeiten zum Billard spielen genutzt wurde, lassen einen Hauch solcher Festivitäten früherer Epochen aufscheinen.

2021
Garten Arbeiten
Mit Arbeiten von: Tornike Abuladze, Julie de Kezel, Ludwig Dressler, Lionel Nymphius, Sebastian Quast und Julia Walk.
Die Werke der Ausstellung interagieren mit dem historischen Schlosspavillon sowie der umgebenden Gartenlandschaft des Ismaninger Schlosses. Der Titel verweist dabei nicht nur auf die Gartenarbeit, sondern eben auch auf Kunstwerke im Garten.